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Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Gedichte liegen bei den Autoren. Vielen Dank an alle Autoren, dass wir sie hier veröffentlichen dürfen.



Gedicht von Stefan

unter dem schnee von heute
liegt das grün von morgen
von oben gesehen ist alles weiß und kalt
der wind weht flocken darüber hinweg
doch unter der dünnen decke ist leben!
irgendwann wenn die kraft der sonne ausreicht
wärmer zu sein als das gefrorene
zeigen sich lücken im bleichen tuch das alles leben bedeckt!
wachstum verdrängt stillstand
und irgendwann erinnert nichts mehr
an den winter wie er einmal war!

Gedichtesammlung von RHZ

Dunkelheit 

Es wird wieder dunkel
Finsternis legt sich auf mich
Auch wenn das Licht scheint
Schließe ich die Augen
Lege mich zwischen die Wellen
Auf dass sie mich umfangen

Die Sonne sucht vergeblich meine Seele
Mein Herz schlägt in fensterlosem Raum
Nacht und Tag sind einerlei
Tage Wochen Jahre dauern gleich
Zeit und Raum lösen sich auf
Schon jetzt bin ich älter als in vielen Stunden

Meine Geburt war auch mein Tod
Im Vorhof der Hölle warte ich auf das Ende
Meine Strafe habe ich längst verbüßt
Und keiner kennt mich mehr
Ich bin nicht  Mutter nicht Geliebte nicht Frau
Formlos und ohne Bewusstsein entgleite ich deinen Worten

Auch  erinnere ich mich nicht mehr
Einst gewesen zu sein
 

Seine Liebe

Die Egge zieht ihre Furchen über mein Leben.
In geraden Bahnen gräbt sie mein Leid hervor.
Ich liege ausgeschüttet über das ganze Feld,
Während die Sonne unerbittlich brennt,
Und ich verdurste und verdorre.

Nur der Mond ist mein Freund.
Er bringt mir Kühlung zur Nacht.
Doch sag ihm, er soll damit aufhören,
Weil seine Liebe mein Leid nur verlängert.
Schweigen 

Dein Schweigen schreit mir ins Gesicht
Dein Lächeln versteinert meine Miene
Du bist nicht weit
Und doch unendlich fern
Ich bin nicht Lazarus
Mein Tod währt ewig
Du tanzt auf meinem Grab
Und ich spiele dir auf
Wie lange muss man sterben
Um nicht mehr zu sein

Wahn

Es gibt Schlimmeres
Als im Wahn zu leben
Solange die Träume
Das Leben übertrumpfen
Nährt die Phantasie die Liebe
Und nicht den Hass
Tatsächlich ist
Die Wirklichkeit der Irrsinn
Die Wahrheit die Hölle
Der Lebensweg ein Tanz
Auf elektrisch geladenem Stacheldraht
Lass mir die Träume
Auch wenn du das
Was mich lächeln macht
Für verrückt hältst

4 Gedichte von "Stella" (mehr unter www.e-stories.de)

                 Manie

             rastlos,
            laufe ich
             umher,
        Tag und Nacht
               und
       kann nicht mehr,
      schnelle Schritte,
                im
      Kreis sich drehen,
       viel zu hektisch
      um zu verstehen,
          Gefangene,
    ruheloser Intervalle,                  
            impulsiv,
               die
       neuronale Falle
            komme
       den Gedanken,
       nicht hinterher
      ohne Schranken,
            läuft´s
       kreuz und quer
          fühle mich
           der Zeit
         verbunden,
           mehr als
         24 Stunden
     Kann das Tempo,
     nicht bestimmen,
      ohne Kontrolle,
              um
         mir selbst,
       zu entrinnen


                    Manchmal

          Manchmal, denke ich
            Meine Gedanken,
                töten mich

        Die Endlosschleife, hat
        ein derartiges Gewicht,
           als gebe es keine
         Möglichkeit, für eine
             andere Sicht

      Das Leben, betrachten,
             leben, ohne
   grosse Bedenken, das ist es,             
      wonach ich mich sehne,
           auch, wenn, ich
                das Ziel,
            stets verfehle,

          wann, nur wann,
           kann ich es mir,
     endlich selber schenken?
Das Loch

Immer wieder, taucht es auf,
wie aus dem Nichts geschaffen

Es kommt, wann immer
es kommen will

-So, nur so und sowieso-

-Ohne Ankündigung-

Hilflos, siehst Du dabei zu,
wie es sich öffnet

Gross, tief und dunkel
Der Abgrund, ist nicht zu sehen
Du fällst und fällst und fällst

-Es hat keinen Anfang und
es hat kein Ende-



Metamorphose

Abschied
von
der Ewigkeit
Abkehr
von
der dunklen Seite
Wiederkehr
aus
dem verlorenen Paradies
zurück
aus
dem Totenreich
hinaus
aus
dem schwarzen Korridor
Rückbesinnung
auf
das Wesentliche
geleitet
von
der höheren, göttlichen Macht
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
das
Eine
bedingt
das
Andere
und ist
ein Teil
des Ganzen
die
universelle Kraft
wandelt auf
dem Pfad
des Lichts

Gedichtesammlung von Anonym

Blankoscheck

                                Fast endlos
                          treiben die Gedanken,
                 weshalb so viele Menschen wanken,
                    bis Phönix aus der Asche steigt,
          und uns neue verheißungsvolle Wege aufzeigt

                       Blindtrunkend hab' ich
   lethargische Tänze in sternenübersäter Nacht vollbracht.
   Ach, ich möchte ewig wohnen in Raumklangdimensionen,
   die sich machtvoll in meinen bebenden Zellen ausbreiten,
        um so sturmflutend mein Bewusstsein zu weiten

       Bitter wie Wermut schreckt das tiefbasische Leid,
 leider schwindet mit jedem Jahr die ach so kurze Lebenszeit
           Hoffnungsvoll trug ich ganz sanft und sacht
Das zerbrechliche Herz hinaus in wirbelwindschwangere Nacht

    Wie viele Erlebnistiefe trägt wohl mancher Herzbehälter?
                Wird die Welt nun heißer oder kälter?
             Wie Freunde lächeln wir Menschen uns zu
       Und keiner weiß, was in des anderen Herzgefängnis
                    eingemauert und verborgen

         Einige magische und hypnotische Augenblicke
                  leidvoller leidenschaftlicher Nähe,
           das ist alles was ich momentan doch sehe
                       und vom Leben verstehe

                Es gibt kein falsches Versprechen,
nun lösch Dein Augenlicht und geh' zu süßer Schlummerruhe
                 morgen wartet ein Neues Leben
               in der goldbeschlagenen Reisetruhe
                          Zur Wahl stehen:
                     Die Büchse der Pandorra,
                das Labyrinth des König Mikonos
                      oder Mythen in Tüten,
 es wachsen im Menschengeschlecht gas seltsame Blüten


HAPPY END!........?

Es war einmal ein Schnabilein,
das war noch viiieeel zu klein,
zum Singen und zum Springen
und auch zu vielen and'ren Dingen

Und doch durft' es schon in,
GOTTES Ohr erklingen,
weil dort die kleinsten
als Töne herumspringen

Da kam ein dunkler finst'rer Ton,
der kam von einem Grammophon,
das lief, wenn es nicht schlief,
zumeist ein bißchen schräg und schief

Die hellen kleinen Töne,
die noch in klarster Schöne,
so durch die Räume sprangen,
und von der Freud und wahren Liebe sangen,
die wurden nun gefangen,
von diesem finst'ren Ton

Der hatte sie erschreckt
und mit seiner Finsternis bedeckt
Und schließlich war'n sie selbst befleckt, 
von seiner Schwere und auch Leere,
sie kamen sich nun gegenseitig in die Quere,
so daß das Leitlied, die Melodie zerstöret war,
man hörte sie so gut wie nie,
und alles machte von da ab furchtbar Müh

Da blies DIE KRAFTVOLLSTE POSAUNE,
man höre und staune
Und jeder der verlor'nen hellen Töne,
der sich an IHN dranhing,
ein neues frohes noch schön'rs Lied nun sing,
und auch den finst'ren Ton bezwing,
weil er nicht mehr an dessen finstrem Herzen hing

Und kann in hellen Tönen wieder summen,
der finst're Ton nur brummen,
doch oftmals hat der sich verstellt,
man solle denken, der erhellt,
doch handelt's sich nicht um ein echtes Licht,
weil's ihm an solchen völlig gebricht

Einst kommt der KRAFTVOLLSTE TON ganz und gar zurück,
dann macht es auf einmal und plötzlich "KLICK"!
Das Grammaphon wird abgestellt,
Und endlich, endlich, herrscht wieder Ordnung in der Welt

Nachtrag: Warum nur hat ER das Grammaphon nicht gleich abgestellt?
               DAS NUN IST EIN TIEFES GEHEIMNIS SEINER WELT!!!


Depressiver Zombie

    In der Depression ist Deine frühere Welt so wie auf den Kopf gestellt,
           In der Depression ist so gut wie nichts mehr etwas wert,
                              alles ist auf den Kopf gestellt
       Alles was Du je kanntest, glaubtest, hofftes, liebtest, zerbricht
                    In Dir gibt es so gut wie fast kein kein Licht,
           es gibt nicht einmal eine Einheit von Leib, Seele und Geist,
                               der Mensch total zerrissen,
                                     auf ewig verwaist?

                     Bei mir ist ein echtes Wunder geschehn'.
           ich weiß, das kann kein "genormter" Mensch verstehn',
                 auch meinem Verstand ist es noch verborgen,
                     doch mach ich mir darüber keine Sorgen,
                 da das Herz darf sich in der Liebe etwas borgen,
                    vom größten Geheimnis, das uns alle umgibt,
                        uns selbst im größten Leiden noch liebt,
                   und alle Verfehlungen vergibt, so wir nur wollen,
                        ach greifen wir nur in die Vollen der Fülle,
                            und genießen die wunderbare Stille,
                  die tief sich um uns breitet und etwas vorbereitet,
                         was selbst die Engel begehrten zu sehen,
    ich denke kein normaler Mensch auf Erden kann solches wirklich verstehen,
doch unser Herz darf eine Ahnung haben und sich am Weltenkarusell noch laben,
                            bis wir dann satt und treten ab,
                                     Auf Wiedersehn'...



Gedichtesammlung von Anonym

Wer

Wer hält mich fest
Wenn der Pfad so schmal wird
Dass ich taumle
Angesichts des Abgrunds

Wer gibt mir Halt
Wenn ich fühle
Wie die Zeit mich packt
Erbarmungslos mich mit sich reißt

Wer gibt mir Liebe
Wenn ich sehe
Wie die Welt sich still vor mir verschließt    
Und ich in Einsamkeit erfrier


Vom Tod

Wohin
Wenn die Nacht uns greift
Hält
Schüttelt das Leben
Und wir stehen
Nichts in Händen
Immerzu
Gedreht um unser Sein
Doch nicht geahnt die Ewigkeit


Komm

Komm Bruder
Reich mir die Hand
Zusammen werden wir lernen
Zu fliegen
Morgen werden wir
Die Weltenkugel ausschütten
Und alles was Freude ist
Verschenken


Leben 1
                                
Wieder kommt die Zeit mir nah
Tanzend in der Sonne
Im Regen die Nächte
                  Weit bist Du
In mir Erinnerung
Schrei ich in die Nacht
                  Die Jugend
                  Verbrannt
Doch das Feuer brennt in mir
Erwacht erneut
                  Das Leben
                  Reif
                  Doch jung
Immer wieder
Leben! Leben! Leben!


Leben 4

Warum
Ist das Leben
            so schwer
            so leicht
            so ich
            so du
            so wir
            so eins
            so einsam
            so verschmolzen
mit dem was wir nur ahnen

Warum weiß ich nicht
wie  es geht
           das Leben
           leben
so hilflos
jeden Tag
es neu versuche
Start ins Ungewisse
               Ins Ich 
               Ins Du
Heute

Lass uns heute
Den  Becher der Freude leeren    
Bis zur Neige
          
Lass uns heute
Alle alten Lieder singen
Alle Schönheit verschenken

Wir wollen
Befreit atmen
Die Nacht durchtanzen
Freunde sein

Lass uns heute
Das Lied der Liebe singen
Immer wieder
Befreit uns spüren
Leben
Uns selbst verschenken

Ohne Angst
    Dass die Stille
            Kommt


Festgenagelt

Ich ziehe Kreise
Wie ein Adler
Hoch in den Lüften
Mächtig und Weit

Doch immer wieder
Folgt das Erwachen
Um mich zu sehen
Festgenagelt
Am Boden der Zeit


Leben  2

Die Grenzen der Sprache erkennen
Bilder tanzen
Die im Raum entstehen
In mir wachsen
Auf Erfüllung drängen
Darum komm
               Du meine Liebe
Breite dich aus in mir
               Du grenzenloses
                              Leben


Leben 3

In meinen Träumen
Sind wir vereint
Wie Musik
Verschmolzen
Zu einem Kunstwerk
               Des Lebens
Was ist Realität?
Gedanken, Träume, Alltag?
Vergessen ist Veränderung
Für einen Augenblick
Doch es ist genug
                Zu vergessen
                Und zu leben!

Gedanken an den missglückten Tod von Michael

In jedem schlummert er
den Gedanken zum Tode.
Sei es aus dem Anlass durch Verlust
oder aus dem überstarken Frust
dem Schicksale zu erlahmen
und dem Leben zu entsagen.

Wo ist sie, die Freude am Leben
aus vergangenen Tagen
und höre mich endlos fragen
wo ist er hin
der Sinn
des Lebens
wo alle nach Streben. 

Es ist nicht einfach zu erklären
es zu wagen
dem Tode ins Auge zu schauen
nicht mehr darauf zu trauen
auf das Leben zu bauen. 

Zu stark ist sie gerissen
die Mauer der eigenen Person
die nur noch voller hohn
sein eigen Bild verlacht
und nicht gibt sich das Recht
echt
dafür zu Sorgen
seine Seele zu wahren. 

Sein Herz
ist voller Schmerz
das Hirn voller Wut
voller Sucht
es zu tun
es zu beenden
dem Tode die Lust am Leben
zu schenken.

Wenn du ihn hast vollzogen
den Schritt zum Tode
zu gehen
und im allerletzten Moment zu erkennen
vom Leben davon zu rennen
ist er da, der letzte Funke
es nicht zu können
dem Leben zu versagen.

Der Tag nach dem grauen
kommt meist ein bedauern
ein Gefühl des Scheiterns
nicht in der Lage gewesen zu sein
aus den Leben zu treten
und nicht mehr zu beten
das andere es für dich tun. 

Einige Zeit danach
wirst du dich fragen
warum nur ich
schaffe es nicht. 

Die Gedanken am Selbstmord zu haben
erfüllte dein traben
ob am Tag oder am Abend
nach dem Versuch regt in sich der Wille
in der Stille
der Wunsch nach Leben
und wieder zu hoffen
auf eine Zeit
der Glückseeligkeit. 

In dir wird erweckt
der kleine Junge, der in dir steckt
voll mit ungeahntem Drang
und dem ungetrübten Hang
die Dinge am richtigen Ende zu packen
ohne an seiner Seele zu hacken.

Du spürst die Sonne auf deiner Haut
siehst im dunkeln eine Braut
wie sie tanzt vor Glück
und kehrst zurück
auf leiser Weise
zu einer schönen Reise
in die schöne Zeit
deiner Persönlichkeit.

Wo du Glück und Trauer hast ertragen
und nicht daran geglaubt
dir instinktiv vertaut
du wirst es schaffen
und keiner und nicht du
können es schaffen
dich zu boden zu raffen
dich umzuhauen
und dir den Lebenswillen zu klauen.
In diesem Augenblick
erscheinen dir Stimmen
die dich gewinnen
es zu lassen
sein Leben zu hassen

Diese Stimmen
die nach dir rufen
es zu lassen
dein Leben zu raffen.

Nun kommen sie die Bilder
am Grabe
und tragen dir nahe
was Andere an dir mochten
und Tränen
fließen
und du kannst erkennen
davon zu rennen
verlagert nur Dein Schmerz
in ein anderes Herz.

Jetzt kommt Sie die stille Zeit
in der du dich schämst
und anderen sagst
wonach du strebst
dein Leben zu beenden
um vor diesem Leben wegzurennen.

Jetzt sind sie da die Helfer
die sich Zeit für dich nehmen
und Hoffnung dir geben.
Die Helfer die dir zeigen
auf ihrer Weise
dass du es Wert bist zu erfragen
warum dein Leid
so groß ist
es kaum zu ertragen. 

Die Helfer, die dich ernst nehmen
und geben, es dir zeigen
was in dir steckt
und das Licht geht auf
am Ende des Tunnels
und du hörst dir sagen
Nie wieder gehe ich den Schritt zum Tode
aus eigenen Willen
und genieße plötzlich auch mal Stille.

Höre nun auf die Stimmen
Die dir sagen
welch toller Kerl du bist
und nicht glauben schenken
an dem Selbstbild woran du glaubst
und „hängst“
denn sie sehen wirklich wer du bist.

Sie lieben deine Ruhe und Stille
deinen charmanten Willen
deine Pracht, die große Gestalt.

Die wahre Größe eines Mannes
erkennt man nicht am Gerede, am brüsten
und maskieren
sondern eben
an den Taten, in den stillen Momenten
und diese warmherzigen Menschen
fallen nicht auf in dem Getümmel
unserer schnelllebigen Zeit
wo jeder ist bereit
sich wie Hähne aufzublähen
wie der Pitbull zeigend seine Zähne.

Drum wirst du sehen,
und neue Wege begehen
wirst mit staunen Erfahren
das die Zeit in der du hast erfahren
dem Tode so Nahe zu sein
wird dich näher zu dem Menschen führen
der du immer sein wolltest
und dann wirst du dir gefallen
um Menschen das zu geben
wonach sie streben
dann bist du bereit
für Liebe und Geborgenheit.

Dann wird sie schwinden
die Einsamkeit verweht im Winde
an einen bestimmten Ort
fort.

 
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